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Umfrage |
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DAS SCHWARZE AUGE: DRAKENSANG
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Meinung vom 16.11.2008
Das Schwarze Auge: Drakensang
| Dabei seit: |
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12.04.2007 |
| Leserwertungen bisher: |
11 |
| Ø Qualität insgesamt: |
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6
Grafik:
Die Außenwelt ist sehr hübsch gestaltet: Dezentes Blooming, umherfliegende Schmetterlinge, plätschernde Bächlein allerorts. Allerdings ist die Grafik an sich nicht auf dem neuesten Stand der Technik, was zum Vorteil hat dass man auch auf schwächeren Rechnern von ihr verzaubert werden kann. Störend empfand ich das Design der Dungeons - es gibt ungefähr drei Stile die sich auf ein vielfaches an Dungeons verteilen - optische Abwechslung ist also rar, Räume wurden per Copy&Paste gebaut. Auch die meisten Gebäude kommen aus dem Baukasten, vorallem markantere wie Mühlen entlarvt man immerwieder als "Kopien". Weiter stören unsichtbare Wände an die man viel zu oft stößt. Das sind aber Kleinigkeiten, alles in allem wurde sich sehr viel Mühe gegeben ein authentisch aussehendes Aventurien zu kreieren, was wie ich finde gelungen ist. An den Animationen gibt es nichts zu meckern.
6
Steuerung:
Anfangs ist die Steuerung gewöhnungsbedürftig, da man erwartet sich wie in Neverwinter Nights o.ä. per Klick fortzubewegen, was auch funktioniert, aber nur extrem träge. Besser funktioniert es aber mit der WASD-Steuerung - die Kamera muss man stets selbst mit der Maus bedienen, was in engen Dungeons ein Trauerakt ist, aber bei mehr Platz allemal nützlicher als eine Kamera die sich selbstständig, aber falsch positioniert. So spielt sich das ganze wie GTA, was nach kurzer Gewöhnung sehr gut klappt. Vermisst habe ich ein Schnellreisesystem - da gibt es schon eine MiniMap mit Radar, die eher garnicht ins mittelalterliche Flair passt, aber man muss jeden ewig langen Weg ständig auf's neue laufen. Vorallem im Tallon, wo es kaum Brücken über den undurchquerbaren Rinnsal gibt heißt das ewiges rumgelatsche. Die Wegfindung und das Clipping ist allerdings sehr gut gelungen.
6
Sound:
Extrem störend fand ich dass die Dialoge in der Regel nicht vertont sind. Nur wichtige Charaktere werden gesprochen, und hier auch nur der erste Dialogteil - vermutlich um dem Spieler Stimmen und Dialekte nahezubringen. Das ist bedauerlich, denn das wenige was gesprochen ist klingt klasse. Über unwichtigen Charakteren poppen Textboxen über den Köpfen auf wenn man sie anklickt. Der restliche Sound ist standard, die Musik schalt ich in Spielen grundsätzlich ab, hab also keine Bewertung dazu.
4
Gameplay:
Mich hat das Gameplay enttäuscht. Alles ist viel zu sehr auf Kämpfe ausgelegt, so dass es nicht nur vom OSD an WoW erinnert. Fast alle Quests laufen nach dem 08/15-Rollenspielprinzip ab: Töte diese und jene, suche dies und das, durchforste 100 Dungeons. Es gibt fast keine Quests ohne Kampf - von ein paar wenigen Ausnahmen abgesehen. Die Dialogoptionen lassen viel zu wenige Freiheiten zu, die Handlung verläuft absolut linear - das alles steht im krassen Gegensatz zur Pen&Paper-Variante von DSA. Doch dafür das es soviele Kämpfe gibt, ist die Variation der Gegner sehr überschaubar; Ratten konnt ich schon nicht mehr sehen als ich die 100. von tausend weiteren die noch kamen erledigte. Der Schwierigkeitsgrad schwankt extrem, so hatte ich beim "mächtigen" Drachen keine Probleme, bei einer Endgegner-Ratte biß ich mir jedoch alle Zähne aus. Auch wird viel Atmosphäre verschenkt, so bekommt man z.B. das negative Attribut "Gestank" nicht durch waschen weg, sondern nur durch einen Heilzauber.
Fazit:
Für mich ist Drakensang ein absolut durchschnittliches Rollenspiel. Zwar kommt es etwas Retro daher, was an sich eine tolle Sache ist, allerdings orientiert es sich bei der Spieltiefe und Schwierigkeit leider nicht an Titeln wie Baldur's Gate oder Neverwinter Nights. Viele Teile, vorallem Dialoge und Quests, sind zu oberflächlich und linear geraten, und auch die Reisekarte bietet nur wenige Freiheiten - man bekommt stets vorgeschrieben wohin man reisen darf und wohin nicht. So sammelt man auch in Drakensang in erster Linie XP, pusht seinen Char, häuft Credits an, lootet Gegner in Dungeons und findet sich per MiniMap durch's mittelalterliche Setting... aber das wenigstens in einer motivierend netten Atmosphäre, liebevoll gestalteten Spielwelt, und einer interessanten Party. Der Erkundungstrieb wird nicht befriedigt, das Spiel führt einen wenn man alle Quests macht zu jedem vermeintlichen Geheimnis, was für Anfänger gut, für "Profis" enttäuschend ist. So fällt denn auch mein Fazit aus: Für Anfänger ein Tip, für Langzeitspieler entspannte aber unterfordernde Unterhaltung, für DSA-Fans nur zu empfehlen wenn sie nicht allzuviel Freiheiten und Komplexität erwarten.
Wertung:
72
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Spielspaß:
81
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